Kurze Haare, Frau, Selbstbewusstsein – das sind für viele drei widersprüchliche Begriffe. Für mich gehören sie heute ganz selbstverständlich zusammen.
Ich wollte eigentlich nur wieder kurze Haare – mehr nicht. Doch mit dem Schnitt kam ein neues Gefühl von Freiheit, Kraft und ein ganz neuer Blick auf meine Weiblichkeit.
In diesem Beitrag erzähle ich, wie mein Bob mein Selbstbild verändert hat – und warum Weiblichkeit nichts mit Haarlänge zu tun hat.
Kurze Haare, neues Selbstbewusstsein – meine Erfahrung
Seitdem ich mir einen Bob schneiden lassen habe, hat sich mein Gefühl für mich selbst verändert. Ich fühle mich nicht nur dynamischer und erwachsener – es ist, als hätte ich mit dem kurzen Haarschnitt auch symbolisch eine alte Last hinter mir gelassen. Gerade als Frau mit kurzen Haaren spüre ich heute mehr Freiheit. Ich trage meine Haare oft offen, weil sie schön fallen und wenig Styling benötigen. Und am Ende dieses Weges steht etwas ganz Einfaches, aber Starkes: Ich mag mich mehr.
Lange Haare gelten oft als Inbegriff von Weiblichkeit. Doch ich habe erlebt, dass kurze Haare einer Frau genauso viel Selbstbewusstsein und Stärke verleihen – wenn nicht sogar mehr.
Reaktionen auf den Bob – und was sie mit mir gemacht haben
Die Reaktionen auf meinen neuen Bob waren größtenteils positiv. Auf Instagram bekam ich so viele schöne Rückmeldungen wie lange nicht mehr – es regnete Herzen in meiner Story. Auch im echten Leben wurde mein kurzer Haarschnitt fast durchweg gelobt. Besonders gefreut hat mich die Rückmeldung eines weiblichen Familienmitglieds. Sie fand meine Frisur toll und meinte sogar, dass sie selbst gern kürzere Haare tragen würde – wenn da nicht die Meinung ihres Partners wäre. Er bevorzugt lange Haare bei Frauen, und das hält sie davon ab.
Beim Familienessen sprach mich dann genau dieser Mann direkt an: „Wann sind deine Haare wieder lang? Frauen müssen lange, blonde Haare haben.“
Ich war kurz sprachlos – nicht wegen der Worte, sondern wegen der Selbstverständlichkeit, mit der sie kamen. Ich antwortete knapp: „Jetzt erst mal nicht.“ Mehr hätte in dem Moment nichts verändert. Denn ich wusste: Für mein Selbstbewusstsein als Frau mit kurzen Haaren brauche ich keine Zustimmung – schon gar nicht von jemandem, der nicht offen für andere Bilder von Weiblichkeit ist.

Was Weiblichkeit heute für mich bedeutet
Weiblichkeit bedeutet für mich heute hauptsächlich eines: Selbstbestimmung. Ich möchte mein Leben nach meinen eigenen Werten leben – ohne Einschränkungen oder Erwartungen, wie eine Frau zu sein hat. Ob es um Mode, Beruf, Hobbys oder Beziehungen geht: Ich möchte frei entscheiden können, was zu mir passt.

Für mich ist es weiblich, empathisch zu sein – und diese Stärke im Alltag wie im Beruf sichtbar zu machen. Ich darf Gefühle zeigen, ohne deswegen als schwach zu gelten. Ich darf Kleider tragen – aber auch Hosen, Oversized-Pullover oder goldene Stiefel, wenn mir danach ist. Ich darf kurze Haare als Frau tragen, ungeschminkt sein, Kopfbedeckungen ausprobieren und ja, ich darf auch Speckrollen haben, ohne mich dafür zu verstecken.
Weiblichkeit ist für mich kein Look. Sie ist ein Gefühl. Und dieses Gefühl beginnt in dem Moment, in dem ich ganz bei mir bin.
Kurze Haare, Frau, Selbstbewusstsein – mein Fazit
Mein kurzer Haarschnitt war nicht nur eine Veränderung im Spiegel – sondern ein Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung. Ich habe gelernt, dass Weiblichkeit nichts mit Haarlänge, Make-up oder Konfektionsgröße zu tun hat, sondern mit der Freiheit, ich selbst sein zu dürfen.
Ich bin überzeugt: Kurze Haare, Frau, Selbstbewusstsein – das passt ganz wunderbar zusammen. Und ich wünsche mir, dass mehr Frauen den Mut finden, ihre Entscheidungen unabhängig von alten Schönheitsbildern zu treffen.
Ob Bob, Glatze oder Lockenmähne: Schönheit beginnt da, wo wir uns selbst annehmen. Vielleicht ist es „nur ein Haarschnitt“. Aber für mich war er der Anfang von etwas Größerem: ein liebevoller Schritt hin zu mir selbst.

Wie definierst du Weiblichkeit für dich?
Weiblichkeit bedeutet für mich heute Freiheit – auch im Stil. Mal verspielt, mal klar, mal lässig. Wenn du sehen möchtest, wie das in einem anderen Moment aussah, schau gern hier in meinen Mützen-Moment in den Müggelbergen.
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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit meiner digitalen Assistentin Lina – einer KI, die mich beim Schreiben, Strukturieren und Reflektieren begleitet. Mit Herz, Verstand und einer Prise Magie. ✨